VŠB-TUO Ostrava hat den ersten humanoiden Roboter — eine tschechische Universität betritt das Zeitalter der Humanoiden
Geschrieben von Tým ROBOTio · · 9 Min. Lesezeit
Zusammenfassung
Die Technische Universität Ostrava (VŠB-TUO) hat die Anschaffung ihres ersten humanoiden Roboters für 1,5 Millionen Kronen bekannt gegeben. Die Maschine mit einer Höhe von 131 cm und einem Gewicht von 35 kg dient der Erforschung der sicheren Mensch-Roboter-Zusammenarbeit, dem neuen Fach Humanoidrobotik in der industriellen Praxis und dem Smart-Factory-Labor. Kommentar von ROBOTio: Was das für die tschechische Roboterszene bedeutet.
# VŠB-TUO Ostrava hat den ersten humanoiden Roboter — eine tschechische Universität betritt das Zeitalter der Humanoiden **20. Mai 2026 in Ostrava.** Die Technische Universität Ostrava (VŠB-TUO) hat die Anschaffung des ersten humanoiden Roboters in der Geschichte der Hochschule bekannt gegeben. Die **in China hergestellte** Maschine kostete die Universität **1,5 Millionen Kronen** und wird der erste einer geplanten Reihe weiterer sein. Für die tschechische Roboterszene ist das ein symbolischer Moment — die Humanoidrobotik ist keine Domäne von Tesla, Unitree und Boston Dynamics aus YouTube-Videos mehr. Sie beginnt, in tschechischen Labors, tschechischen Hörsälen und — nach und nach — auch in tschechischen Unternehmen zu leben. Bei ROBOTio verfolgen wir die akademische Seite der Humanoiden mit großem Interesse. Die universitäre Forschung ist der Treibstoff, der Humanoiden vom Labor in den regulären Betrieb bringt. Und wenn ein tschechischer akademischer Akteur von der Größe der VŠB sagt: „**Humanoidrobotik ist die Zukunft der Industrie**", ist das ein Signal, das Beachtung verdient. Hier ist, warum. --- ## Was die VŠB-TUO gekauft hat und wie viel es gekostet hat Aus den verfügbaren öffentlichen Informationen ([iDNES.cz, 20. 5. 2026](https://www.idnes.cz/ostrava/zpravy/vsb-tuo-univerzita-vlastni-humanoidni-robot-predstaveni.A260520_935228_ostrava-zpravy_pjen)): - **Höhe:** 131 cm - **Gewicht:** 35 kg - **Preis:** 1,5 Millionen CZK - **Herkunftsland:** China - **Fähigkeiten:** Gehen, Klatschen, Arme heben, programmierbare Aktionen - **Sicherheitsrelevante Designentscheidung:** kleineres und leichteres Modell, damit es bei einem unbeabsichtigten Sturz keine Verletzungen verursacht - **Arbeitseinsatz:** Smart-Factory-Labor an der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik Der Leiter des Smart-Factory-Labors **Radim Hercík** erklärte in einer Pressemitteilung, warum die Universität kein größeres Modell gewählt hat: Die Studierenden werden während der Übungen mit dem Roboter arbeiten, und ein Roboter in Erwachsenengröße (z. B. 65 kg) könnte bei einem Sturz schwere Verletzungen verursachen. Die Wahl eines Kompromisses zwischen Leistung und Sicherheit ist sinnvoll — industrielle Regeln für Humanoiden sind noch nicht etabliert, und jede Universität definiert sie derzeit selbst. Der Roboter hat noch keinen Namen. Dieser wird **von den Studierenden der VŠB in einer Umfrage ausgewählt**. --- ## Was der Rektor sagte — und warum es nicht nur Marketing ist Rektor **Igor Ivan** erklärte in einer Pressemitteilung, dass die Humanoidrobotik die *Zukunft der Industrie* sei und die Universität darauf vorbereitet sein müsse. Das wäre für sich genommen eine Standardmitteilung aus der Akademie. Entscheidend ist jedoch, was er weiter sagte: > *„Dies ist ein Pionier, der erste einer Reihe weiterer."* Die VŠB plant nicht, bei einem Exemplar zu bleiben. Daraus lassen sich zwei Dinge ableiten: 1. **Die Universität rechnet mit einer Flotte von Humanoiden.** Vielleicht im Horizont von 2–3 Jahren. Das ist ein Volumen, das in der tschechischen akademischen Sphäre keinen Vergleich hat. 2. **Die Strategie ist nicht „ein Stück haben und damit Studierende fotografieren".** Die Strategie ist der Aufbau einer umfassenden Forschungs- und Lehrumgebung — woraus logisch auch die Zusammenarbeit mit dem kommerziellen Sektor folgt. Und genau hier öffnet sich die Brücke zwischen Akademie und Praxis. --- ## Worauf sich die VŠB in der Forschung konzentrieren wird Hercík gab an, dass sich die Forschung auf vier Hauptbereiche konzentrieren wird: ### 1. Sichere Zusammenarbeit von Mensch und Roboter Die Schlüsselfrage, die sich heute jedes Unternehmen stellt, das den Einsatz eines Humanoiden in der Produktion oder bei einer Veranstaltung erwägt: **Was, wenn sich der Roboter unerwartet bewegt?** Sichere HRI (Human-Robot Interaction) ist eine Standarddisziplin der Akademie, aber Humanoiden fügen zwei neue Ebenen hinzu: - bipedale Fortbewegung (der Roboter kann unerwartet zusammenbrechen) - anthropomorphe Gestalt (Menschen verhalten sich ihm gegenüber anders als gegenüber einem Cobot) Die tschechische Industrie wird diese Erkenntnisse in dem Moment benötigen, in dem Humanoiden in Produktionshallen auftauchen. ### 2. Integration in industrielle Betriebe Das Smart-Factory-Labor ist bereits ein etablierter Forschungshub der VŠB. Die Ergänzung um einen Humanoiden bedeutet, dass Studierende und Doktoranden **konkrete Szenarien** testen werden — Materialhandhabung, Kooperation mit menschlichen Operatoren, Integration in bestehende Roboterlinien. Das ist keine Theorie. Das ist F&E, aus der in 2–3 Jahren Absolventen hervorgehen, die einen Humanoiden in einem realen Unternehmen einsetzen können. ### 3. Cybersicherheit robotischer Systeme Ein oft übersehener Bereich. Ein humanoider Roboter ist im Wesentlichen **ein Computer mit 35 kg physischer Aktuierung**. Ein Cyberangriff auf einen Roboter im Betrieb kann physischen Schaden verursachen — von der Beschädigung von Anlagen bis zur Verletzung von Personen. Die VŠB hat in Ostrava eine starke Cybersicherheitsschule (CESNET, IT4Innovations), und die Kombination mit einem Humanoiden ergibt einen tiefen Forschungssinn. ### 4. Neues Fach: Humanoidrobotik in der industriellen Praxis Die Universität eröffnet ein neues Fach, das direkt auf die Arbeit mit Humanoiden im industriellen Kontext ausgerichtet ist. Das ist die Art von curricularem Schritt, die in Tschechien bisher praktisch nicht existiert. Für die Studierenden der Fakultät für Elektrotechnik und Informatik entsteht Raum, die Technologie zu erproben, die in ihrem Berufsleben alltäglich sein wird. --- ## Finanzierung: Operationelles Programm Gerechter Wandel Der Kauf des Roboters wird aus dem [Operationellen Programm Gerechter Wandel](https://www.opst.cz/) im Rahmen des Projekts **Refresh** finanziert. Das ist aus mehreren Gründen interessant: - **Das OPST ist ein Instrument zur Restrukturierung von Kohleregionen** — die Region Mährisch-Schlesien gehört zu den prioritären Gebieten - Investitionen in Robotik und KI werden als **strategische Diversifizierung** weg von der Schwerindustrie wahrgenommen - Das Refresh-Projekt in der Region Mährisch-Schlesien rechnet mit einer ganzen Reihe von Folgeaktivitäten — der humanoide Roboter ist nur die Spitze des Eisbergs Für die tschechische Akademie bedeutet das, dass **die Humanoidrobotik heute eine offizielle europäische Finanzierungsquelle hat**. Universitäten, die das Tempo Chinas, der USA und Japans aufholen wollen, haben einen realen Weg, wie sie das schaffen können. --- ## Kommentar von ROBOTio: Akademie und Kommerz gehen parallel Bei [ROBOTio](https://robotio.cz) betreiben wir einen tschechischen Marktplatz für humanoide Roboter — vom Unitree G1 über Tesla Optimus bis zum Boston Dynamics Atlas. Unsere Perspektive unterscheidet sich von der VŠB: - **VŠB:** Forschung, Lehre, langfristiges Kapazitätsbudget, langsamer aber tiefer Wandel - **ROBOTio:** kommerzieller Einsatz von Humanoiden bei Firmenevents, Eventmarketing und PR-Projekten — sofortiger ROI, kurzer Zyklus, Viralität Beide Wege sind wichtig und ergänzen sich gegenseitig. Die VŠB bildet eine Generation von Absolventen aus, die verstehen werden, wie man einen Humanoiden sicher in die Produktion integriert. ROBOTio zeigt derweil konkreten Unternehmen, **was ein humanoider Roboter für die Brand Experience schon jetzt leisten kann** — ohne 5 Jahre zu warten, ohne 1,5 Millionen zu investieren, ohne eigenes Labor. Ein Beispiel aus der letzten Woche: **[KÄRCHER im Vnitroblock in Prag](https://robotio.cz/case-study/karcher-tanecni-vystoupeni-vnitroblok-praha)**. Unser Roboter R.U.D.A. tanzte mit professionellen Tänzerinnen des Taneční sektor bei einer Firmenveranstaltung. Spontaner Applaus mitten in der Choreografie, 100 % des Publikums filmte mit dem Handy, viraler Content in vier sozialen Netzwerken. Für den Kunden KÄRCHER entstand ein Moment, den er sich sonst für Dutzende Millionen in der Fernsehwerbung hätte kaufen müssen. Akademie und Kommerz sind keine Konkurrenz. Sie sind zwei Seiten derselben Medaille. **Ohne akademische Forschung wird es keine sichere, robuste und integrierte Robotik geben. Ohne kommerziellen Einsatz wird es keine Nachfrage geben, die weitere Innovation finanzieren würde.** --- ## Was die Ankündigung der VŠB-TUO für die tschechische Roboterszene bedeutet Fassen wir es in Punkten zusammen, die in der Praxis wichtig sind: 1. **Der tschechische akademische Sektor beginnt, in Humanoiden zu investieren.** Die VŠB-TUO ist die erste, aber nicht die letzte. Die ČVUT, die VUT Brno, die MFF UK und weitere Universitäten beobachten und werden im Horizont von 12–24 Monaten mit eigenen Schritten kommen. 2. **Es gibt europäische Finanzierung.** Das Operationelle Programm Gerechter Wandel und weitere EU-Instrumente decken Investitionen in die Robotik ab. 3. **Es entsteht Nachfrage nach Bildung.** Das neue Fach „Humanoidrobotik in der industriellen Praxis" ist der erste Vorbote. Im Horizont von 5 Jahren wird es auf dem Markt Absolventen geben, die mit einem humanoiden Roboter arbeiten können **und dafür ein gutes Gehalt wollen**. 4. **Unternehmen sollten beginnen, sich zu interessieren.** Wenn Ihr Betrieb einen Humanoiden in der Produktion, im Marketing oder im Service Operations erwägt, **ist die akademische Szene jetzt für eine Zusammenarbeit zugänglich**. Die VŠB will ein Konsortium über Universitäten und Kommerz hinweg — das ist ein offenes Angebot. 5. **Die tschechische Industrie hat die Chance, nicht zurückzubleiben.** Wenn Sie heute in ein Pilotprojekt investieren, werden Sie in 3 Jahren einen *Competitive Advantage* vor der Konkurrenz haben, die gewartet hat. --- ## Fazit **1,5 Millionen Kronen, 131 cm, 35 kg, hergestellt in China, installiert in Ostrava.** Diese vier Zahlen und Fakten markieren einen wichtigen Moment der tschechischen Roboterszene. Die VŠB-TUO ist weder das erste Unternehmen noch die erste Universität, die heute einen Humanoiden anschafft — aber sie ist die erste **tschechische Hochschule**, die das offiziell, transparent und mit einem strategischen Plan für langfristige Investitionen getan hat. Bei ROBOTio drücken wir die Daumen. Und wir fügen unsere Perspektive von der kommerziellen Seite hinzu: Wenn Sie wissen möchten, was ein humanoider Roboter heute für Ihr Unternehmen leisten kann — vom Messestand über Firmenevents bis zum Innovationsprojekt — [schreiben Sie uns](https://robotio.cz/kontakt). Wir zeigen Ihnen konkrete Use Cases aus aktuellen Realisierungen. Und wenn Sie sehen möchten, wie ein Humanoide in Aktion aussieht, schauen Sie sich die [Fallstudie KÄRCHER × R.U.D.A. im Vnitroblock](https://robotio.cz/case-study/karcher-tanecni-vystoupeni-vnitroblok-praha) an. Der Applaus mitten in der Tanzchoreografie spricht für sich. --- **Quelle:** iDNES.cz, [Ostravská VŠB představila svého humanoidního robota](https://www.idnes.cz/ostrava/zpravy/vsb-tuo-univerzita-vlastni-humanoidni-robot-predstaveni.A260520_935228_ostrava-zpravy_pjen) (20. 5. 2026). **Ich habe Interesse an einem Roboter:** [Vermietung](/pronajem-robota) · [Fallstudien](/case-study) · [WhatsApp +420 602 486 486](https://wa.me/420602486486)Kategorie
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ROBOTio ist der erste tschechische Marktplatz für Vermietung und Verkauf humanoider Roboter — Unitree, Tesla Optimus, Xiaomi CyberOne und Boston Dynamics Atlas.